Franken für Amman

Nachtrag: Letzter Tag und Abflug, 19.05.

Posted by Administrator (admin) on 22 May 2009
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Vom Bus mehr oder weniger direkt ins Terminal und die erste Passkontrolle, dann durchchecken des Gepäcks. Es gibt einen reinen Frauenschalter, der natürlich nicht so sehr frequentiert ist wie die Schalter der Männer. Also unseren ganzen Wagen mitgenommen, die große Blechkiste, 2 Rucksäcke, ein Seesack mit den Isomatten und Schlafsäcken und unser Handgepäck. Wahrscheinlich nicht das übliche Reisegepäck der jordanischen Dame...

Der Securitycheck ist sehr genau, Marion muss die Engel-Kühlbox öffnen und wir erklären krampfhaft, was das ist. Die Rucksäcke von Ralf und Marion werden auch durchgesehen, bei uns wollen sie in die große Blechkiste schauen. Doch dann naht die Rettung, ein grün Uniformierter übernimmt den Posten von den Blauen, er fragt uns, was in der Kiste drin ist. Wir sind überfragt und sagen "everything" (ich weiß es nicht genau, und Edgar kann’s nicht auf Englisch erklären, alles möglich eben). Uns ist klar, dass wir sie jetzt erst recht aufmachen müssen, aber er grinst und winkt uns durch... Da war es wieder, die ersten wussten noch nichts von der Rallye, der zweite schon.

Am Schalter erstmal das gleiche: Unsere Kiste wiegt genau 60.0 kg. Shit! Das ist sowieso zu viel, aber auch zuviel für ein Gepäckstück, das dürfte maximal 32 Kilo wiegen, sonst müssten wir es Cargo schicken. Wie das geht, weiß aber auch keiner so genau. Die drei restlichen Teile haben auch noch mal knapp 60 Kilo, aber es hieß ja, bei Werkzeug etc. wären sie bei der Sondermaschine kulant. Wir sind erstmal ratlos, ich suche nach einem vom OK. Anscheinend haben schon mehr das Problem, wie Walter sagt und er beruhigt mich, Sakher würde gleich kommen. Inzwischen ist schon der Polizeichef im Jogginganzug bei uns am Schalter, telefoniert mit Sakher selbst und gibt ihn dann weiter an die Chefin der Schalter.

Auf einmal geht alles, und ohne Probleme. Sakher ist wirklich das Zauberwort... Nach dem Einchecken dürfen wir noch an verschiedenen Orten warten, dann steigen wir in den Rollfeldbus und werden zu unserer Maschine gefahren. Um 12:00 dann Start, es gibt sogar doch Kabinenpersonal, sogar Mittagessen. Die Maschine ist randvoll, mit nur einem Mittelgang ist es aber fast unmöglich, mal zu den anderen zu laufen. Wir sitzen Reihe 2, Ralf und Marion irgendwo um die 11, Chris und Bettina fast hinten auf paarundzwanzig. So sehen wir uns erst in Friedrichshafen auf dem Rollfeld wieder. Nach einer eher ruppigen Landung sehen wir schon vom Flieger aus die überfüllte Dachterrasse, es sind 21°C und Sonnenschein mit Schäfchenwolken, und: GRÜN, es ist alles so ungewohnt grün. Dann fährt das Flugzeug durch ein Wasserspalier der Flughafenfeuerwehr, das es normalerweise nur gibt, wenn eine Fluggesellschaft oder ein Flugzeugtyp das erste Mal dort landet. Dann war es dies Jahr halt eine neue Crew, wie der Flughafenchef später in seiner Rede erklärte... Bei uns wirds nass an den Scheiben, aber von außen muss es sehr schön ausgesehen haben.

Das OK verlässt als erstes das Flugzeug, über die Außentreppe betreten wir kurz danach um 15:45 deutschen Boden und einen roten Teppich. Die Blaskappelle spielt, die Freunde und Verwandten der Teams jubeln und klatschen von der Dachterrasse aus. Es ist ein herrlicher Empfang! Wir entdecken Chris’ Vater auf der Terrasse, jetzt schnell zu den Kofferbändern (ja, wir haben gestaunt, hier gibt’s sogar Kofferbänder!), unser Zeug einsammeln. Vor dem Ausgang wieder jubelnde Menschenmengen. Da haben doch die Allgäuer Teams einen kleinen Standortvorteil... Nachdem wir akribisch alles Gepäck in den VW-Bus reingepresst haben, gehen wir noch mal schnell auf ein Freibier zurück ins Flughafenrestaurant. Noch ein paar Minuten schwätzen, doch es zieht uns alle irgendwie heim. Im Bus auf der Rückfahrt wird es ruhig, Chris erzählt vorne von der Reise, Ralf und Marion ziehen sich gleich Bettinas Bilder auf den Rechner, Edgar und ich dösen. Um 20:00 sind wir in Weihenzell, wir laden alles Gepäck außer Chris und Bettinas aus und trennen uns hier. Die Rallye muss erstmal nachsacken, jeder wird so seine Zeit brauchen, bis er wieder im normalen Alltag drin ist.

Last changed: 23 May 2009 at 11:05

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