| Franken für Amman | |||||||||
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Für heute haben wir beschlossen, dass mal ausschlafen angesagt ist. Am frühen Morgen (oder noch nachts?) fängt es das Stürmen an, der Wind zerrt ganz schön an unserem Zelt, bei Marion und Ralf weht es das Überzelt runter. Um halb 8 gebe ich es auf, alle halbe Stunde aufs Neue das Einzuschlafen zu probieren und stehe einfach auf. In der Sonne ist es schon richtig schön warm, während die anderen die Zelte abbauen und im Auto umherschlichten, schreibe ich das Tagebuch für gestern nach. Frühstücken wollen wir vorne, trinken erstmal einen Chai und lassen uns dann gegen das Hier-Frühstücken umstimmen, als wir sehen, was die Acht Eier als kulinarischen Tagesstart bekommen. Angeschwitzte Wurst, Oliven, abgepacktes Fladenbrot und Hummus. Das hatten wir ja schon gestern Abend, bloss ohne die angeschwitze Wurst und die Eier. Um 11:00 kommen wir nach Schwätzen und etlichen Tassen Chai dann los, erstmal geht es wieder einige hundert Kilometer durch die Wüste, zu unserer Rechten die Gebirge des Palmyra-Massivs, eine sehr karge Landschaft begleitet uns auf fast 250 Kilometern, unterbrochen nur von einzelnen Militärposten und sehr wenigen Abzweigen. Die Team-Männer spielen auf der Strasse mit den Acht Eiern, bzw. natürlich mit den Rallyeautos. Aber wir wollen ja noch nach Damaskus, also machen wir uns weiter durch die heisse Einöde. Mit nur wenig Vorwarnung bricht dann Damaskus auf uns ein, enge Strassen und ein für uns Europäer ungewohnter Verkehrsfluss. Eine Hand immer auf der Hupe und ein wachsames Auge... Dank der Hilfe eines Syrers, der bei Philipp und Rainer mitfährt, finden wir auch unser Hostel an der Stadtmauer. Wir haben es schon recht weit rein geschafft, doch das letztendliche Feintuning überlassen wir den Einheimischen. Gegen Nachmittag erreichen wir dann das "Damaskus Hostel", trinken erstmal Tee, und noch einen Tee. Um uns herum hupft ein Kaninchen, irgendwo gibts auch Schildkröten. Als unser Zimmer fertig ist, schauen wir mal rein, 3 Betten, eine Liege und 2 Matratzen am Boden, Klo und Dusche vor dem Zimmer. Lustig auch der Zugang zu den Autos, die außerhalb der Stadtmauer parken: das Hostel hat an der Stadtmauer eine Strickleiter hängen, für das Gepäck gibts eine elektrische Seilwinde! Und wir haben quasi eine eigene Dachterrasse, von der man über Damaskus schauen kann. Nachdem wir alle fünf unter der Dusche waren (Ralf geht es nicht gut, er wird hierbleiben und sich ein bißchen auskurieren) traben wir langsam los in Richtung Hauptstrasse, Souk und Hammam. Vor dem Hammam treffen wir noch andere Rallyeteams, leider können heute die Frauen nicht mit rein, morgen ist der Frauentag im Hammam. Wir gehen in den Frauenhammam, etwa 10 Gehminuten entfernt, durch die Souks, enge Gassen und dunkle Torbögen. Ein dicker Vorhang trennt die Tür von der Gasse, auf dass ja kein Mann hereinschauen könnte. Wir kommen fast schon etwas spät, dürfen aber noch rein. So sind nur noch "Rallye-Frauen" dort, erst kommen wir in eine Dampfkammer, danach werden wir mit einem harten Handschuh auf dem Steinboden liegend abgerieben, dann eine Massage und Waschen mit Schüsseln und einer Art Naturschwamm. Alles in allem ganz ok und schön warm, aber für uns doch etwas gewöhnungsbedürftig. Nach ca. einer Stunde sind wir fertig und laufen mit den drei anderen Mädels zurück zum Männer-Hammam. Nach einer leichten Verwirrung und Mißverständnis sind auch unsere restlichen zwei Männer da und wir maschieren mit den Acht Eiern zurück Richtung Hauptstrasse auf der Suche nach etwas zu essen. Unterwegs finden wir sogar noch einen Photoladen, schießen schnell das letzte Bild und geben die Kamara ab. Morgen um 4 Uhr nachmittags können wir die Bilder abholen. Jetzt nur noch was zu essen (kleiner Imbissladen am Eck mit Teiggebäck), ein paar Biere gekauft und um 22:30 zurück zum Hostel, wo wir auf der Dachterrasse noch mit den anderen zusammensitzen und den Abend ausklingen lassen. Strecke: Palmyra (SYR) - Damaskus (255km) Last changed: 22 May 2009 at 23:03 ZurückKommentareKommentieren |
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